30. Juni 2022

Sinus pro Alpha – Was ist das und wie kann ich davon profitieren?

Mit einer konservativen Grundhaltung, intensiver markttechnischer Beobachtung und einer antizyklischen Investmentphilosophie. So versuche ich immer dann verstärkt Chancen für meine Kunden wahrzunehmen, wenn es langfristig besonders aussichtsreich scheint.

Das ist mein eigener Investmentstil, den ich seit vielen Jahren erfolgreich praktiziere. Hier verwalte ich Kundenvermögen genau so, wie ich auch mein eigenes Vermögen verwalte: Mit einer konservativen Grundhaltung, intensiver markttechnischer Beobachtung und einer antizyklischen Investmentphilosophie. So versuche ich immer dann verstärkt Chancen für meine Kunden wahrzunehmen, wenn es langfristig besonders aussichtsreich scheint. In ganz einfachen Worten: Ich kaufe immer dann verstärkt Aktien, wenn die Märkte fallen – Aktien also tendenziell billiger werden und das Risiko investiert zu sein bereits abgenommen hat. Und ich verkaufe verstärkt, wenn Aktienkurse steigen, in der Tendenz also teurer werden und das Risiko investiert zu sein wieder zunimmt.

Vorteile der Sinus pro Alpha Strategie:

  • aktiv handelndes Depotmanagement
  • konservative, Werte bewahrende Grundphilosophie
  • „neutrale“ Investitionsquote
  • antizyklisches Nutzen von Investitionschancen in fallenden Märkten
  • antizyklischer Abbau von Investitionsrisiken in steigenden Märkten
  • Darstellung über kostengünstige ETF
  • Berücksichtigung markttechnischer, fundamentaler und psychologischer Aspekte

 

Das Konzept orientiert sich an einer Mixtur aus charttechnischer sowie fundamentaler Analyse, psychologischen Ansätzen aus der Behavioral Finance und antizyklischer Disziplin. Es lässt sich anhand eines Phänomens aus der Physik ganz gut verdeutlichen. In der Physik beschreibt eine Sinuswelle eine oszillierende Schwingung im Zeitablauf. Siehe Bild. Sie findet in vielen Bereichen Anwendung; u. a. bei der Betrachtung naturwissenschaftlicher Phänomene. Alpha beschreibt in der Finanzwissenschaft eine Überrendite (oder Minderrendite) im Vergleich zu einer Benchmark (=Vergleichsmaßstab). Auch Börsenkurse schwanken im Zeitablauf. Nicht exakt sinusförmig, Aber das Prinzip oszillierender Wellen lässt sich auch hier nutzen. Und zwar ebenso Gewinnbringend wie Risiken reduzierend. Denn durch den antizyklischen An- und Verkauf kann eine Überrendite im Vergleich zum durchschnittlich eingegangenen Aktienrisiko vereinnahmt werden.

Klassischerweise investieren Anleger gemäß ihrer individuellen Risikoneigung mit einem gewissen Prozentsatz in Aktien. Dieser Prozentsatz ist dann den Entwicklungen an den Märkten unterworfen. Nach oben wie nach unten. Im Idealfall geht es langfristig mit Aktien natürlich nach oben. Nur eben zum Teil unter enormen Schwankungen. Seit Ende der 90er Jahre häufen sich Krisen und Strukturbrüche, was immer wieder zu heftigen Korrekturen an den Märkten geführt hat. Von der Asien- und Russlandkrise 1998, über den New Economy Crash von 2000-2003 bis hin zur globalen Finanzkrise 2008/2009, der Staatsschuldenkrise 2011, dem Corona Blitz-Crash 2020 sowie aktuell den erschütternden Kriegswirren 2022 in Osteuropa. Wie im Bild oben zu sehen ist werden die Portfolios der Anleger immer wieder von heftigen Verlusten durchgeschüttelt

Was viele Anleger schreckt, freut die Sinus pro Alpha“ Strategie. Denn sie erhöht die Investitionsquote antizyklisch. Dies tut sie Stück für Stück an charttechnisch relevanten Kurszonen. Einfach gesagt: Je tiefer es fällt, umso höher wird die Aktienquote. Sie macht sich damit ein Paradoxon zu nutze. Denn je weiter die Aktienkurse gefallen sind, umso niedriger ist in der Regel das verbleibende Investitionsrisiko, sofern man breit diversifiziert investiert. Schließlich ist nach oben das Kurspotenzial in der Zukunft offen, während unten bei Null Schluss ist. Natürlich will niemand, dass seine Aktien auf Null fallen. So lange wir in kapitalistisch geprägten Systemen miteinander wirtschaften und Handel treiben, wird das auch nie geschehen! Was einfach klingt, erfordert dennoch sehr viel Erfahrung, Disziplin, mentale Ruhe und natürlich den festen Glauben daran, dass die Welt sich auch in Zukunft drehen wird (das hat sie nach meiner Erfahrung stets getan…). Dann nämlich werden sich die zugekauften Aktien erholen und man profitiert überproportional zum durchschnittlich eingegangenen Aktienrisiko. So kann man sein Depot unterm Strich mit geringerer Volatilität hochschaukeln als mit einem dauerhaften Engagement.

Trotz dieser Erkenntnis lässt sich nur immer wieder beobachten, dass die meisten Anleger weder das nötige Geld noch die notwendigen Nerven besitzen um die Fahrt nach unten durch gezielte Käufe für künftige Profite zu nutzen. Nach oben fällt es der menschlichen Psyche wesentlich leichter zu investieren. Das ist ein psychologisches Phänomen: Ein langer Anstieg der Börsenkurse suggeriert Sicherheit und verleitet sehr viele Anleger, aber auch Profis die Risiken im Depot zu erhöhen. Dabei nimmt während eines langen Anstiegs die Wahrscheinlichkeit mit jedem Tag zu, dass die Börsenwelt mit einer wie auch immer gearteten Störung konfrontiert wird. Umgekehrt fehlt hingegen allzu oft der Mut, die Investitionen genau dann aufzustocken, wenn es an den Börsen kracht, donnert und scheppert. Wer will sich schon in Mitten von Unsicherheit und Verlusten aus der Deckung wagen?

Dabei folgt auf jedes Gewitter irgendwann Sonnenschein. Man braucht sich dabei keinen Illusionen hinzugeben: Den absoluten Tiefpunkt erwischt niemand exakt. Auch ich nicht! Gestaffelte Einstiege an charttechnisch relevanten Zonen und Handelsmarken sind daher das Mittel der Wahl, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann wieder angelaufen werden. Manchmal geht die anschließende Erholung sehr rasch, manchmal dauert es hingegen Jahre, bis die alten Hochs wieder erreicht werden. Das stört uns nicht, denn wir bauen die Aktienquote in Kurserholungen hinein an charttechnisch relevanten Punkten wieder ab. So realisieren wir bereits Teil-Gewinne, die uns stets ausreichend handlungsfähig halten. Wichtig bei all dem ist allerdings, dass wir die finanziellen Verhältnisse unserer Kunden genau analysieren. Ihre Verpflichtungen, Wünsche; Ziele und evtl. Unwägbarkeiten genauestens kennen. Es sollte stets nur derjenige Teil des Vermögens zur verwaltenden Umsetzung der Strategie eingesetzt werden, der kurzfristig nicht benötigt wird.

Auch Sinus pro Alpha bietet verschiedene Modelle – je nach individueller Risikoneigung an.

  • SpA Balance (0-50% in Aktien; marktneutrale Gewichtung ca. 20% Aktienquote)
  • SpA Wachstum (0-75% in Aktien; marktneutrale Gewichtung ca. 35 % Aktienquote
  • SpA Dynamik (0-100% in Aktien; marktneutrale Gewichtung ca. 50% Aktienquote

 

Alle Modelle halten den marktneutralen Basisbestand in werthaltigen Substanz-Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen. Alle Modelle nutzen bevorzugt kostengünstige ETFs um Sinus pro Alpha umzusetzen und schnell antizyklisch ein- und aussteigen zu können. Alle Modelle können auch in Edelmetalle und Minen investieren. Alle Modelle halten den nicht in Aktien und/oder Edelmetallen investierten Teil des Vermögens zum Teil in verzinslichen Anleihen kurzer- und mittlerer Laufzeit sowie in geldmarktnahen Instrumenten bzw. Cash.

Ziel allen Handelns, ist Ihr Depot zu vertretbaren Risiken nachhaltig und Wert steigernd zu verwalten!

Fazit:

Wir leben heute in einer Welt in der Aktien mit erstmal wieder steigenden Anleihenrenditen konkurrieren; die von anhaltenden geopolitischen Risiken geprägt ist; die immer neuen Strukturbrüchen ausgesetzt ist sowie Tendenzen zur De-Globalisierung zeigt.

  • Eine Welt, in der Notenbank- und Staatskapitalismus der letzten Jahre auf anhaltend hohe Staats- Privat- und Unternehmensverschuldung treffen.
  • Einer Welt in der inflationäre Kräfte letztlich zwar unterschwellig gewünscht sind, in der deflationäre realwirtschaftliche Phänomene aber jederzeit wiederkehren können.
  • Kurz: Eine Welt, die Anleger immer wieder mit erhöhter Volatilität (=Schwankungen am Aktienmarkt) konfrontieren wird.
  • Die Sinus pro Alpha Strategie wird in einer solchen Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sehr Erfolg versprechende Strategie sein.

Sollten sich stagflationäre Tendenzen bei gleichzeitiger Stimulations-Ohnmacht der Notenbanken durchsetzen könnte der antizyklische Kauf und Verkauf von Aktien neben der sorgfältigen Selektion überlebens- und zukunftsfähiger Bilanzen und -Geschäftsmodelle womöglich sogar die einzige Erfolg versprechende Strategie sein, um Ihr Vermögen nicht nur zu erhalten, sondern auch zu mehren.

 Gerne erkläre ich Ihnen Sinus pro Alpha – das Konzept einer antizyklisch agierenden Vermögensverwaltung in einem persönlichen Gespräch. 

Christian Wegele

 

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